Responsive image
Wolfgang Rihm

Etude d’après Séraphin

Ensemble 13, Manfred Reichert

Wergo/SMD WER 2055-2
(45 Min., 10/1997) 1 CD

Die ersten Minuten der Musik spielen sich in den untersten Bassregionen ab, in den tiefsten Tiefen, die möglich zu sein scheinen. Sind das Klänge aus dem Orkus? Vielleicht, denn der Komponist Wolfgang Rihm möchte mit seiner “Etude d’après Séraphin” in “quasi vor-zivilisatorische Ausdrucksbereiche” vordringen. Ihm ist in diesem Stück, in dem elektronisch aufbereitetes Material vom Tonband mit live gespielten Instrumentalklängen kombiniert wird, eine Partitur von ungeheurer Kraft geglückt. Atavistisches, Mythisches, nackte Gewalt, aber auch zerbrechliche Tongespinste bilden Teil eines musikalischen Urereignisses. Gnadenlos, aber faszinierend.

Thomas Schulz, 28.09.1999



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Das ging fix! In Schumanns „Haushaltsbuch“ kann man nachlesen, wenn auch gewohnt kryptisch, wie rasch er mit der Arbeit an seinem Klaviertrio op. 110 vorankam: „1. Okt. 1851 Kompositionsgedanken, 2. Okt. Triogedanken, 3. Okt. 1. Satz fertig, 4. Okt. 2. Satz, 5. Okt. 3. Satz, Freude, 27. Okt. Probe zum Trio zum ersten Mal, Freude.“ Dabei war Schumann sonst nicht unbedingt ein Schnellschreiber wie etwa Mozart. Doch die vier Sätze wirken wie aus einem Guss, wie in einem Schaffensrausch zu […] mehr »


Top