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Wolfgang Rihm

Etude d’après Séraphin

Ensemble 13, Manfred Reichert

Wergo/SMD WER 2055-2
(45 Min., 10/1997) 1 CD

Die ersten Minuten der Musik spielen sich in den untersten Bassregionen ab, in den tiefsten Tiefen, die möglich zu sein scheinen. Sind das Klänge aus dem Orkus? Vielleicht, denn der Komponist Wolfgang Rihm möchte mit seiner “Etude d’après Séraphin” in “quasi vor-zivilisatorische Ausdrucksbereiche” vordringen. Ihm ist in diesem Stück, in dem elektronisch aufbereitetes Material vom Tonband mit live gespielten Instrumentalklängen kombiniert wird, eine Partitur von ungeheurer Kraft geglückt. Atavistisches, Mythisches, nackte Gewalt, aber auch zerbrechliche Tongespinste bilden Teil eines musikalischen Urereignisses. Gnadenlos, aber faszinierend.

Thomas Schulz, 28.09.1999



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