Gioachino Rossini

"Amore per Rossini" - Arien

Jennifer Larmore (Mezzosopran), English Chamber Orchestra, Giuliano Carella

Teldec/Warner Classics 0630-13147-2
(69 Min., 8/1997) 1 CD

Die Antwort auf Cecilia Bartoli heißt Jennifer Larmore. Zumindest versucht ihre Plattenfirma, sie so zu lancieren. Das liegt insofern nahe, als es viele Überschneidungen im Repertoire der beiden Mezzosopranistinnen gibt. Und die Opern Rossinis nehmen darin einen ganz besonderen Rang ein.
Nach Gesamtaufnahmen des “Barbiers”, des “Aschenbrödels” und der “Italienerin in Algier” hat Jennifer Larmore nun auch ein Recital mit Musik Rossinis vorgelegt, das acht Arien aus weniger bekannten Opern enthält. Zwei Nummern aus “Matilde di Shabran” wurden überhaupt zum ersten Mal eingespielt. Bei der zweiten Kavatine aus dieser Oper offenbaren sich allerdings einige Schwächen Jennifer Larmores. Nicht immer gelingt es ihr, das tiefe Register bruchlos in die vokale Linie einzubinden. Das Timbre verliert dort an Glanz, klingt fahl und scheint auch weniger beweglich als in der Mittellage.
Das aber ist auch schon der einzige Vorwurf, der erhoben werden kann. Denn Jennifer Larmore erweist sich als große Stilistin, die perlende Koloraturgirlanden nicht einfach virtuos abschnurren lässt, sondern jede Note dazu nützt, dahinterliegende Emotionen anzudeuten. Schade nur, daß nichts von ihrer Gestaltungskraft auf den Dirigenten Guiliano Carella überspringt. Mehr als routiniert bringt er das Englische Kammerorchester leider nicht zum Klingen.

Peter Blaha, 31.05.1998



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Barockmusik für die Gegenwart aktualisieren? Ein kniffliges Unterfangen. Doch wenn sich einer bzw. eine mit heiklen Crossover-Begegnungen auskennt, dann die Klassik-Band „Spark“, die schon mit ihrem letzten Alt-trifft-auf-Neu-Album „On the Danceflor“ einiges gewagt und sicher auch den ein oder anderen Klassikfreund verschreckt hatte. Nun hat sich Spark also die Barockmusik für einen frischen Anstrich vorgenommen – und möchte mit dem Album „Be Baroque!“ Stimmungen verstärken […] mehr »


Top