home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Responsive image
Gioachino Rossini

Opernarien und Ouvertüren

Maria Bayo, Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini

Astrée Naïve/Harmonia Mundi E 8853
(57 Min., 7/2001) 1 CD

Nach einem Händel- und einem Mozart-Recital präsentiert die spanische Sopranistin María Bayo nun einen zum überwiegenden Teil wenig bekannten Rossini. Außergewöhnlich sind Bayos unglaublich klare und reine Töne der Mittellage. Und die sind problematisch, weil die Stimme dadurch in diesem Bereich so gut wie kein "metallo" hat, eine für den italienischen Gesang unverzichtbare Textur, die der Stimme Individualität gibt und die gesangliche Linie ermöglicht.
Ihre besten Momente hat María Bayo in den ekstatischen Schlussteilen der Jubelarien aus der "Diebischen Elster" und dem "Barbier von Sevilla". Da mischt sie ihre Stimme schulmäßig, und sie bekommt sogar eine kräftige Textur. Die tragischen Arien aus "Der glückliche Betrug", "Die seidene Leiter" und "Tancredi" verniedlicht sie. Viele Passagen artikuliert sie mit einem kindlichen Lächeln, wodurch der pathetische Ausdruck dieser Stücke verhindert wird.
Die durchgängig fehlende Dynamik und Brillanz der Aufnahme ist Rinaldo Alessandrini zuzuschreiben. Sein auf historischen Instrumenten musizierendes Concerto Italiano wird von ihm zwar klanglich gut koordiniert, doch sobald ein Hauch von Leidenschaft aufkommt, wird diese von ihm sorgfältig ausgebremst. Er findet nicht die großen Spannungsbögen, der Rhythmus ist flach, die Akzente kommen zaghaft.

Cornelia Wieschalla, 24.01.2002



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top