Responsive image
Georg Philipp Telemann

Drei Doppelkonzerte und Suite e-Moll aus der Tafelmusik

Pál Németh, Capella Savaria, Kornélia Gáspár, Imre Mohl u.a.

Hungaroton/Disco-Center HCD 31284
(56 Min.) 1 CD

Um Telemann endgültig vom negativen Ruf eines Vielschreibers zu erlösen und um die Fantasie dieses Komponisten zu beweisen, ist die sogenannte Tafelmusik wie geschaffen. Unter diesem Titel hat Telemann eine Fülle von Konzerten, Suiten und Kammermusikwerken für sehr unterschiedliche Besetzungen zusammengefasst, die im Jahre 1724 zur heute noch gehaltenen „Matthiae“-Mahlzeit des Hamburger Senats erklangen. Die Auswahl der Capella Savaria umfasst die Stücke der Sammlung in der Besetzung für zwei Flöten und Streicher – eine Suite und drei Konzerte.
Das auf Originalinstrumenten musizierende ungarische Ensemble pflegt einen recht edlen, zurückhaltenden Aufführungsstil, der sich stark vom eher drahtigen Klang der englischen Ensembles und vom aggressiveren Ansatz etwa der Musica Antiqua Köln unterscheidet. Die Folge: Man muss – gerade durch die geringe klangliche Abwechslung – schon genauer hinhören, um den formalen Feinheiten des Telemann-Stils auf die Spur zu kommen.

Oliver Buslau, 31.01.1997



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Reisebeschränkt: Wer würde jetzt nicht gerne dem Alltagseinerlei entfliehen, etwa unter die Sonne Italiens? Auch der junge Johann Sebastian Bach muss sich für seine Sehnsucht nach Italien aufs virtuelle Gastspiel bescheiden, denn über die Alpen schafft er es zu Lebzeiten nie. Wobei er dabei auch weniger an Strände, Tempel und Sprizz gedacht hat, als an die aufregenden musikalischen Impulse, die von der jungen Konzertform ausgingen. Virtuoser Biss, leidenschaftlicher Überschwang, Balance […] mehr »


Top