home

N° 1220
25.09. - 01.10.2021

nächste Aktualisierung
am 02.10.2021



Responsive image
Robert Schumann

Sinfonien, Manfred-Ouvertüre, Violinkonzert

Thomas Hampson, Rudolf Buchbinder, Philadelphia Orchestra, Wolfgang Sawallisch

UPC Code: 6 79211 20032 7 DDD
(205 Min., 11/2002, 1/2003, 2/2003) 3 CDs, die CD ist nicht im Fachhandel erhältlich, sondern nur über www.philorch.org

Wie klingt der Philadelphia-Sound in der neuen Konzerthalle des Orchesters, der Verizon-Hall im Kimmel-Center? Leider muss man sagen: dumpf. Die Bassfrequenzen lassen den Klang an vielen Stellen zu einem Breitbandsound verschwimmen. Es kommt hinzu, dass Sawallisch in Schumanns Musik (4 Sinfonien, Manfred Ouvertüre, Violinkonzert) ein durch und durch romantisches Klangideal anstrebt, den Klang dehnt, ein gefährliches Unternehmen, wenn die akustische Grundbalance nicht hundertprozentig stimmt. So wird aus dem CD-Projekt, das Sawallischs 10-jährige Amtszeit als Musikdirektor des Philadelphia Orchestra hätte krönen können, die Dokumentation eines Festivals für den zukünftigen Ehrendirigenten. Die allerdings zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus:
Man begegnet Sawallisch nicht nur als einem Dirigenten, der sich dem Markenzeichen mit Weltruhm, dem Philadelphia Sound verpflichtet weiß, den seine Vorgänger wie Stokowski und Ormandy geprägt haben. Sawallisch tritt auch als Pianist auf. Mit fünf Kollegen, allen voran Rudolf Buchbinder, klingt Schumanns "Andante und Variationen" WoO 10 so, als läsen sie gemeinsam, weltvergessen und staunend, einen Roman aus dem 19. Jahrhundert. Die fünf Lieder von Clara Schumann (Hampson/Sawallisch) sind geprägt von der alten Schule des Legato-Gesanges. Nicht zuletzt wird auch der griechische Geiger Leonidas Kavakos getragen von Sawallischs Gespür für das Gesangliche als atmendem Puls der Musik, der den ganzen Menschen anspricht - Musiker wie Hörer.

Margarete Zander, 02.08.2003



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Sanfter Umbruch: Die Jahre als Kapellmeister beim Fürsten Ésterhazy weiß Joseph Haydn als Experimentierfeld zu nutzen. Das zeigen nicht nur seine fast planvollen Erprobungen im Bereich der Sinfonie, deren weltweit geschätzter Könner er werden wird, sondern auch die solistischen Einsätze und in diesen Jahren entstandenen Solokonzerte. Wie auch Mozart kannte Haydn die Solisten, für die er schrieb alle persönlich, es waren meist seine Kollegen in der Hofkapelle. Die beiden überlieferten […] mehr


Abo

Top