Responsive image
Richard Wagner

Die Walküre, 1. Akt

Plácido Domingo, Deborah Polaski u.a., Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim

Teldec/Warner Classics 3984 21484-2
(61 Min., 11/1993) 1 CD

Die konzertante Aufführung des ersten “Walküren”-Aktes von 1993, deren Mitschnitt hier vorliegt, kann getrost ein Glanzpunkt der Wagner-Deutungen des letzten Jahrzehnts genannt werden. Barenboim modelliert sein Orchester zum feinfühligen, pianissimo-geübten Psychographen, der die äußere und innere Dramaturgie vorantreibt. Derart geführt, präsentieren Deborah Polaski und Plácido Domingo ein hinreißendes Wälsungen-Paar, das in jeder Phase ihres ängstlich-neugierigen Kennenlernens und Zueinanderfindens bis hin zum überbordenden Moment aller Momente so intensiv wie glaubwürdig bleibt.
Wer immer noch meint, der Superstar des italienischen Faches habe beim deutschesten aller deutschen Komponisten nichts verloren, der sollte sich eines Besseren belehren lassen. Und John Tomlinson in der Rolle des düsteren Hunding ist nun wirklich ein Glücksfall, nicht nur für die Staatsoper.

Christoph Braun, 31.01.1999



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Alterslos: Der junge Violinist Théotime Langlois de Swarte hatte nach seinem Vorspiel für eine Stelle in William Christies berühmten „Les Arts Florissants“ mit Vorurteilen zu kämpfen. Kann ein Violinist, der ebenso brillant Schostakowitsch interpretiert wie barocke Sonaten, der Richtige sein für diese Elitevereinigung von Puristen? Er kann – denn wie Williams im Interview auch zugibt, war er schon beim ersten Spiel gefangen genommen von der spürbaren Leidenschaft de Swartes für die […] mehr »


Top