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N° 1237
22. - 28.01.2022

nächste Aktualisierung
am 29.01.2022



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William Walton

Cellokonzert, Violinkonzert

Tim Hugh, Dong-Suk Kang, English Northern Philharmonia, Paul Daniel

Naxos 8.554325
(59 Min., 8/1997, 12/1997) 1 CD

Er hatte was vom Rattenfänger: William Walton, geboren 1902, gestorben 1983. Sein relativ schmales Œuvre funkelt durch ausgepichtes Handwerk, verführerische Melodik/Harmonik, sicheres Gespür für den Effekt (nicht umsonst komponierte Walton auch Filmmusik). Standard-Repertoire für jeden Bratscher ist das Violakonzert, aber nur wenige wissen, dass er auch diese zwei Konzerte schrieb, das für Geige auf Bitte von Jascha Heifetz, das für Cello geordert von dessen Freund Gregor Piatigorsky.
Entsprechend virtuos fielen beide aus – immer wieder ausbalanciert von poetischer Kantilene. Letztere gelingt dem koreanischen Geiger Dong-Suk Kang ganz vorzüglich, „wärmer“ noch, körperhafter als damals Heifetz; beim virtuosen Feuerwerk wird die eine oder andere Grenze hörbar. Dunkler klingt, nicht nur des Timbres wegen, das Cellokonzert – verwandt dem ahnungsvollen, klangfarblich komplexen Tonfall der zweiten Sinfonie. Der Solist Tim Hugh, eigentlich Arzt, ist vermutlich der versiertere Cellist als der anno ’57 doch recht rau klingende Piatigorsky. Das hat viel Atmosphäre und wird von dem Opernorchester aus Leeds äußerst kompetent begleitet. Walton zum Kennenlernen: Es lohnt sich.

Thomas Rübenacker, 31.05.1999



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