home

N° 1253
14. - 20.05.2022

nächste Aktualisierung
am 21.05.2022



Responsive image

The Words and The Days

Enrico Rava-Quintet

ECM/Universal 170 9773
(72 Min., 12/2005) 1 CD

Enrico Rava, einer der großen alten Männern des europäischen Jazz, braucht keinem mehr zu beweisen, dass er Trompete spielen und komponieren kann. Völlig selbstverständlich klingt, was der 1939 geborene Italiener mit seinen Landsleuten spielt. In einem wunderbaren Klangfluss bewegt sich die Musik, kräuselt sich hin und wieder an Steinen, wirft Schaumkronen auf und entwickelt an anderen Stellen eine vehemente, alles mitreißende Kraft. Dabei bleibt Ravas Ton stets etwas verhangen und reich an Luft, während der Posaunist Gianluca Petrella eher raue Klänge in sein Spiel integriert. Dieser Kontrast verleiht der Musik Spannung, und die Rhythmusgruppe schafft durch ihr offenes, weit vom timekeeping entferntes Spiel weiteren Antrieb. Dabei sind die Melodien der einzelnen Instrumente großartig ineinander verwoben. Eine leichte Melancholie umweht die Stücke – sei es das bezaubernde Duo von Posaune und Trompete in "Art Deco", sei es die New Orleans Shuffle "Traps2" oder die sanfte Ballade "The Wind". In dieser Musik gibt es – ob im Duo oder in voller Besetzung gespielt – nichts Überflüssiges. So zärtlich und harmonisch wie dieses Quintett musizieren nur wenige.

Werner Stiefele, 02.02.2007



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Freiluftmusik: Es muss schon eine besondere Ehre sein, sich als erwählter Liebling eines gekrönten Hauptes zu fühlen. Richard Wagner könnte ein Lied davon singen, aber auch James Paisible. Sagt Ihnen nichts? Jacques oder James Paisible war ein Franzose und im Gefolge Robert Camberts nach England gekommen. Dieser war enttäuscht davon, dass ihn der Italiener Giovanni Battista Lulli (oder später: Lully) aus dem französischen Musikleben verdrängt hatte, wollte daraufhin mit ein paar […] mehr


Abo

Top