home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Responsive image
Gaetano Donizetti

Lucia di Lammermoor

Andrea Rost, Bruce Ford u.a., Hanover Band, Charles Mackerras

Sony S2K 63174 
(136 Min., 8/1997) 2 CDs

Wenn heutzutage eine diskografisch derart gut dokumentierte Oper wie “Lucia von Lammermoor” erneut produziert wird - man denke nur an die legendären Callas-Aufnahmen -, dann sollte es hierfür triftige Gründe geben. Und die sind, teilweise jedenfalls, hier durchaus vorhanden: Erstmals wurde dieses Werk von einem Originalklangensemble der Spitzenklasse aufgenommen, dazu ohne jegliche Striche und unter weitgehender Berücksichtigung der Originaltonarten, was den Intentionen des Komponisten um einiges näher kommen dürfte als die üblichen Versionen. Das Klangbild erscheint transparenter und konturierter, als man es sonst zu hören gewohnt ist; nicht zuletzt, weil Mackerras Wert auf die genaue Beachtung der dynamischen Vorschriften, der Phrasierung und Artikulation legt, ohne dass auch nur der leiseste Eindruck akademischer Sterilität entstünde - ein überzeugendes Beispiel dafür, dass sich Partiturtreue und packende Interpretation keineswegs ausschließen müssen.
So überzeugend sich die Aufnahme von ihrer instrumentalen Seite präsentiert, so wenig profiliert erscheint sie jedoch in vokaler Hinsicht. Andrea Rost kann zwar ein individuelles Timbre ins Feld führen, doch ihre stimmliche Variabilität und das interpretatorische Spektrum bleiben ziemlich eng begrenzt, während Bruce Ford wohl mit Ansätzen in der Gestaltung aufzuwarten vermag, weniger jedoch mit vokaler Schönheit; lediglich Anthony Michaels-Moore gelingt ein zufriedenstellender Ausgleich zwischen expressiven und klangschönen Momenten.

Norbert Christen, 31.05.1998



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top