home

N° 1281
26.11. - 02.12.2022

nächste Aktualisierung
am 03.12.2022



Responsive image
Camille Saint-Saëns

Cellokonzert Nr. 2, Cellosonate Nr. 2, La muse et le poète, Romance

Steven Isserlis, Joshua Bell, Pascal Devoyon, NDR Sinfonieorchester, Christoph Eschenbach

RCA/BMG 09026 63518 2
(76 Min., 9/1999, 12/1999) 1 CD

Bei Camille Saint-Saëns geht es vor allem um eines: um Eleganz. Keine tief lotenden Gefühle, nur die (manchmal schwer erträgliche) Leichtigkeit des Seins. Das setzt eine begnadete Technik voraus, denn die spieltechnischen Hürden wollen quasi im Vorübergehen genommen werden. Diese drei Spätwerke aber verlangen doch mehr (nicht die saloneske Romanze). Und Steven Isserlis, dessen Cellospiel die Technik wie die Sinnlichkeit hat, schürft aus der Musik bisweilen einen Ernst, als handle es sich um Schumann. Auch ist er dem wackeren Orchester in einem voraus: Er jongliert, sie schuften.
Dennoch, einen unwiderstehlichen Zug bekommt das selten zu hörende, immens anspruchsvolle Zweite Konzert auch in der Begleitung manchmal, der brillante und bisweilen Tiefsinn streifende Dialog zwischen dem Poeten und seiner Muse (wie Quecksilber und Heilerde: der Geiger Joshua Bell) spielt sich vor einer doch recht farbigen Orchester-Grundierung ab. Das Stärkste (und Längste) aber ist die Zweite Cellosonate, von Pascal Devoyon vielleicht etwas zu diskret begleitet. Sein Understatement hat wenig Sinn, denn das Formmodell heißt ohne Zweifel Beethoven - und der schrieb Sonaten für Klavier und Violoncello, in dieser Reihenfolge. Aber faszinierende Begegnungen mit rarem Repertoire sind das allemal.

Thomas Rübenacker, 27.07.2000



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Beim Namen Galilei denkt man sofort an den genialen Mathematiker und Astronomen Galileo Galilei, der mit seiner exakten Messmethodik die modernen Naturwissenschaften maßgeblich mitbegründete. Doch zur Familie Galilei gehörten auch zwei bedeutende Musiker: Galileos Bruder Michelangelo Galilei und der gemeinsame Vater Vincenzo Galilei. Beide waren hervorragende Lautenisten, Vincenzo setzte sich auch intensiv mit den physikalisch-akustischen Grundlagen der Musikproduktion auseinander und […] mehr


Abo

Top