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MPS - Jazzin‘ The Black Forest

Elke Baur

Monitorpop Entertainment MPE-DVD 24 7
(90 Min.) 1 DVD

Das Label "Musikproduktion Schwarzwald" (MPS) war in den 1960ern und 1970ern Europas erste Adresse für Jazz. Heute legt "Universal" Highlights aus dem Programm unter dem Titel "Most Perfect Sound" auf - diese Übersetzung der Abkürzung sangen bereits die Singers Unlimited am Rande einer Studioproduktion für den Labelgründer, den Villinger Unternehmer Hans-Georg Brunner-Schwer. Eigentlich war es ein Zufall, dass die Plattenfirma entstand, denn der Radiohersteller SABA hatte einen Vorläufer des Kassettenrecorders für den Musikgenuss im Auto erfunden und brauchte nun Material, das abgespielt werden konnte. Kaum stand das Studio, gab er seiner Leidenschaft für swingenden Jazz nach - insbesondere seinem Faible für Pianisten, darunter Oscar Peterson, Monty Alexander, Milt Buckner, Eroll Garner, Joachim Kühn, George Gruntz, Wolfgang Dauner und Christof Spendel. Der Film zeigt Oscar Peterson während der Hauskonzerte in der Unternehmersvilla, die in der Reihe "Exclusively For My Friends" veröffentlicht wurden, und Cecil Taylor während einer aufwändigen Free-Session. Interviews mit dem Vibrafonisten Dave Pike, der einst mit dem Gitarristen Volker Kriegel stilbildenden kammermusikalischen Jazz einspielte, Duke, Alexander, Kühn, Spendel, Dauner/Weber, Mangelsdorff sowie Mitarbeiterinnen, dem Tontechniker Willi Fruth und vielen anderen führen in die große Zeit des Labels zurück. Die Musiker erzählen Anekdoten und Ernsthaftes. Dieses Material sowie Betrachtungen zur Cover-Art dienen den Autorinnen Elke Baur und Claudia Mützelfeld als Materialbasis, um die Philosophie und Wirkungsgeschichte des Labels einzukreisen. Da während der Hochphase von MPS nur selten im Studio gedreht werden konnte, ergänzen Archivaufnahmen von Konzerten das Gesamtbild. Der ebenso informative wie unterhaltsame Film dauert eineinhalb Stunden. Unter den Bonustracks befinden sich Cover-Abbildungen, Fotos und Interviews mit George Duke, Albert Mangelsdorff sowie Wolfgang Dauner und Eberhard Weber.

Werner Stiefele, 05.01.2007



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