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Dmitri Schostakowitsch

Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 99, Violinsonate op. 134

Leila Josefowicz, City of Birmingham Symphony Orchestra, Sakari Oramo, John Novacek

Warner Classics 2564 62997-2
(67 Min., 1/2006, 3/2006) 1 CD

Das Cover dieser CD zeigt Leila Josefowicz etwas verschüchtert am Bildrand, in dezent farbigem, einfachen Konzertkleid vor schwarzem Hintergrund. Früher pflegte sie sich bei ihrem damaligen Label Philips deutlich selbstbewusster zu präsentieren. Dazwischen liegt ein überaus betrüblicher Karrierebruch, von dem die Kanadierin sich derzeit zu erholen versucht - der Autor dieser Zeilen wünscht sehr, dass ihr das gelingt, denn er schätzte ihr Spiel einst sehr. Ganz, das muss man leider konstatieren, hat sie zu ihrer einstigen Form bisher wohl nicht zurückgefunden; was früher unmittelbar funktionierte, trägt heute die Spuren der Wiederaneignung: So nimmt man im Kopfsatz des Violinkonzerts nicht nur die Expressivität des Vortrags wahr, sondern auch das Bemühen darum. Vormalige Virtuosität und Kraftfülle blitzen im zweiten Satz auf und geben im Presto-Finale dann wirklich Anlass zur Hoffnung, hier möge noch Raum für weitere Steigerungen in der nahen Zukunft sein - aber mit einer so souveränen, stählern-geradlinigen Darbietung dieses Konzerts wie etwa derjenigen von Vadim Repin, die dasselbe Label anbietet, kann sich Frau Josefowiczs Interpretation noch nicht wieder messen.

Michael Wersin, 13.10.2006



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