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Joana's Dance

Johannes Mössinger, Wolfgang Lackerschmid

Doublemoon/Sunnymoon 6 08917 10172 0
(52 Min., 6/2000) 1 CD

Mit seinem ebenso anspruchsvollen wie ansprechenden Soloalbum "Spring in Versailles" (ebenfalls bei Doublemoon) heimste der Pianist Johannes Mössinger vor zwei Jahren erste Lorbeeren ein; Wolfgang Lackerschmid gilt spätestens seit seinen Arbeiten mit Chet Baker als einer der führenden deutschen Vibrafonisten. Nun haben sich die beiden auf schwieriges Duo-Terrain begeben.
Lackerschmid besitzt offenbar ein besonderes Faible für Pianisten: Soeben war er mit Lynne Arriale auf Tournee, mit der er eine enge Beziehung zur Musik Monks teilt - von dem stammt die einzige Fremdkomposition auf "Joana's Dance". Den Rest des Albums bestreiten Mössinger und Lackerschmid zu gleichen Teilen - ihre Themen habe ich immer wieder gerne gehört.
Bei Mössinger ist jederzeit mit jarrettschem Aufwallen spontaner Leidenschaft zu rechnen, und man muss erlebt haben, wie Lackerschmid auf der Bühne vor Begeisterung mitten im Spiel kleine Luftsprünge vollführt. Aber aus Rücksicht auf die reduzierte Besetzung und gewisse Übereinstimmungen ihrer Instrumente (Metallsaiten versus Metallplatten, dichte Harmonik, lange Nachhallzeit der Töne) haben die beiden darauf geachtet, die Musik nicht zu sehr vollzupfropfen. Als Folge davon überwiegen langsamere Tempi und nachdenklichere Stimmungen (klanglich besonders bestechend: die gläsernen Klänge Lackerschmids). Die Ausdehnung des Programms ist ideal - sie entspricht der Länge eines Sets.

Mátyás Kiss, 11.01.2001



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