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57 minutos con la realidad

Astor Piazzolla

Intuition/SMD 3079 2
(58 Min.) 1 CD

Postume Veröffentlichungen verwirren. Kaum ist so ein Genie verschieden, vertreiben verschiedene Firmen letzte und allerletzte Alben, ignorieren Verträge und den letzten Willen des Toten. Nicht so hier! Die Vollendung seines definitiv letzten Albums konnte der argentinische Bandoneon-Meister Astor Piazzolla nicht mehr miterleben. 1989 erlitt er, kurz nachdem er einen Teil des neuen Materials aufgenommen hatte, einen Schlaganfall, an dessen Folgen er 1992 starb. Es sind Kleinode, die geheimnisvolle Nachtimpressionen zwischen Ruhe und Raserei einzufangen scheinen. Vor seinem Tod besprach Piazzolla noch Details von Abmischung und Überarbeitung mit dem Produzenten Kip Hanrahan; der Torso wird hier auf Piazzollas Wunsch mit Ausschnitten aus einem seiner letzten Konzerte ergänzt. Piazzollas Testament wäre ein Konzeptalbum geworden, wäre er noch spielfähig gewesen. Doch auch in dieser Form läßt es nichts von der aufwühlenden Dringlichkeit des großen „Tango-Nuevo"-Komponisten missen. Goethe hätte gesagt: „Nicht aus einem Guß, aber aus einem Geiste".

Marcus A. Woelfle, 29.02.1996



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