Responsive image

The RCA Victor Jazz Workshop

George Russell

RCA/BMG 74321 59144 2
(56 Min., 1956) 1 CD

George Russells fünf- bis sechsköpfiges “Smalltet” stellt insofern eine Besonderheit dar, als der ehemalige Schlagzeuger und Schöpfer des “Lydischen Konzeptes tonaler Organisation” darin gar nicht mitspielte, sondern nur die zwölf Kompositionen schrieb und arrangierte. Auf Russells erstem Album wirkten dafür Bill Evans, Teddy Kotick und Paul Motian mit, die gerade Evans’ Einstand “New Jazz Conceptions” eingespielt hatten.
Bill Evans hat hier herausragende Soli auf dem ihm gewidmeten “Concerto For Billy The Kid” und dem Russell-Standard “Ezz-Thetic”, aber auch Art Farmer und der Altist Hal McKusick kommen ausgiebig zu Wort. Der in jenen Jahren von Mingus und diversen RCA-Künstlern strapazierte Begriff “Jazz Workshop” war zuweilen bloße Ausrede für Unausgegorenes - anders hier: Russells swingend vorgetragene, melodisch ansprechende Werkstücke haben die Zeiten und Moden glänzend überdauert.

Mátyás Kiss, 31.01.1999



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Es gibt zwei Arten von Variationswerken. Die einen machen ganz banal ihrem Namen alle Ehre und variieren etwas, in der Regel eine Melodie. Die anderen gehen darüber hinaus. In die erste Kategorie fallen unter anderem auch Werke prominenter Jubiläumskomponisten, die man getrost in der Schublade lassen kann. In die zweite Kategorie fällt eher wenig. Als Igor Levit sich 2015 den großen pianistischen Variationswerken widmete, durften zwei natürlich nicht fehlen. Klar, Beethovens […] mehr »


Top