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Violins No End

Stéphane Grappelli, Stuff Smith

Pablo/ZYX OJCCD-890-2
(46 Min., 5/1957) 1 CD

Dem Wirken des Impresarios Norman Granz ist es zu verdanken, dass dieses Gipfeltreffen der Geigen-Giganten überhaupt zustande kam – und einem glücklichen Zufall, dass die lange verschollenen Bänder nach dreißig Jahren wieder auftauchten. Eine der zahllosen Jazz-At-The-Philharmonic-Tourneen führte das (durch den Schlagzeuger Jo Jones zum Quartett aufgestockte) damalige Oscar-Peterson-Trio mit Ray Brown und Herb Ellis 1957 auch nach Paris. Als "Geheimwaffe" hatte Granz ihnen den eben wiederentdeckten Stuff Smith zugesellt, der hier mit der gleichen zupackenden Verve musiziert wie auf seinen Vorkriegsaufnahmen, nur dass ihm hier ungleich mehr Chorusse zugestanden werden als auf den durch Gesangsteile zusätzlich verkürzten Schellacks.
Und der kürzlich verstorbene Grappelli kündigte auf den im Studio realisierten Titeln schon an, dass mit seiner hochgradig verfeinerten Kunst auch in Zukunft zu rechnen sein würde. Schade, dass niemand die seltene Besetzung mit zwei Geigen für interessantere Arrangements genutzt hat. Außerdem verschweigen die Herausgeber, welcher Solist jeweils zu hören ist. Aber auch so ist ein schönes Album mit überragenden Solisten und eleganten Begleitern herausgekommen.

Mátyás Kiss, 31.12.1997



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