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Aribert Reimann

Per violoncello e pianoforte ed arpa

Wen-Sinn Yang, Axel Bauni, Cristina Bianchi

Wergo/Note 1 WER 6681 2
(75 Min., 9/2005) 1 CD

Mit größter Sinnlichkeit sich verlierend und doch ganz wach singt die "Aria" für Violoncello und Klavier von 1962 einen archaischen Gesang zum damaligen 60. Geburtstag seines Kompositionslehrers Boris Blacher. Aribert Reimanns Musik erzählt, malt, inszeniert. Sie bleibt nicht im Beliebigen, sie bezieht einen Standpunkt. Sie ist für das Instrument, für den Musiker geschrieben und führt ihn. Sie fordert seine völlige emotionale, stets aufmerksame wache Hingabe, sie lässt ihn nicht ruhen, aber im Moment des Spiels kann sie ganz ihm gehören. Sie schafft Seelenlandschaften, Gedankenwelten, Welten aus dem Reich der Poesie, zwischen Tag und Traum - Welten, die uns brutal treffen können oder ein Refugium bieten. Es gibt keinen Interpreten, der zufällig oder nebenbei Reimann spielt. Jede musikalische Interpretation wird zu einem Bekenntnis, so bei Axel Bauni, Wen-Sinn Yang und Cristina Bianchi. Dies ist eine CD, die man für sich selber kauft, für einen Abend voller anregender Poesie, ein wunderbares Geschenk zum 70. Geburtstag (4. März) an den Komponisten: Aribert Reimann - herzlichen Glückwunsch!

Margarete Zander, 25.03.2006



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