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Ludwig van Beethoven, Robert Schumann

Tripelkonzert C-Dur op. 56, Klavierkonzert a-Moll op. 54

Martha Argerich, Renaud Capuçon, Mischa Maisky

EMI 557 773-2
(49 Min.) 1 CD, 6/2002, 6/2003

Zu einem Fest der Musik lädt Martha Argerich alljährlich Musiker nach Lugano ein, mit ihr gemeinsam zu konzertieren. Die EMI begleitet das Projekt und kann auf diese Weise außergewöhnliche Dokumente veröffentlichen. Aufnahmen, die von der Live-Situation leben, inspiriert von der großen Künstlerin mit der Aura des Kraftvollen, des Gefühlsintensiven und inzwischen bisweilen auch Gelassenen. Das Tripelkonzert von Beethoven liegt nun mit ihr zum ersten Mal auf CD vor. Je besser die drei Solisten besetzt sind, umso mehr kann Beethovens Idee von der Potenzierung künstlerisch außergewöhnlicher Individualitäten und Kräfte im Spannungsfeld mit dem Orchester zur Wirkung kommen. Mischa Maisky und Martha Argerich sind ein auf höchstem Niveau künstlerisch-musikalisch eingespieltes Team, der junge Renaud Capuçon ein nur an wenigen Stellen gewollt kraftvoller, ansonsten aber werter Partner. Die Stärke des Konzertes zeigt sich in der Balance. Leider ist das Orchester an manchen Stellen derart untertan, dass die Einspielung an Präsenz verliert. In Schumanns Klavierkonzert erweist sich die eher zuhörende Haltung von Alexandre Rabinovitsch-Barakovsky und dem italienischen Orchester als ein Plus: Martha Argerich kann dem Solopart ihre Konturen geben. Sie zeigt ihr Gesicht und spielt ihre Stärken aus: die kraftvollen ungestümen Momente und ihre uneingeschränkte Hingabe an die Musik.

Margarete Zander, 21.08.2004



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