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N° 1220
25.09. - 01.10.2021

nächste Aktualisierung
am 02.10.2021



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Niels Rosing-Schow

Archipel des solitudes, Windshapes

Hanne Fischer, Dänisches Radio-Sinfonieorchester, Chor des Dänischen Rundfunks, Leif Segerstam

Da capo/Naxos 8.224163
(53 Min., 9/1995, 9/1999) 1 CD

Warum ist der Komponist Niels Rosing-Schow über seine Heimat Dänemark hinaus kaum bekannt? Vielleicht weil seine Musik so denkbar un-skandinavisch klingt? Hätte mir jemand seine Chorkantate "Archipel des solitudes" im Blindtest vorgespielt, ich hätte sofort auf einen französischen Komponisten getippt, und dies nicht nur wegen der vertonten Gedichte von Gilles Gourdon.
Rosing-Schow ist ein Meister des Umgangs mit Farben, er erreicht in der Orchestration und in der Behandlung des Chors frappierende Wirkungen, die über bloße Klangspielerei weit hinausgehen – ein luxuriöses Schillern, das ebenso plötzlich explodieren kann, wie es sich in ein stilles, weit entferntes Licht zu verwandeln vermag.
Schon in meiner Rezension von Ensemblewerken Rosing-Schows (siehe Rezension) faszinierte mich die Leuchtkraft seiner Musik, und sowohl in der Kantate als auch in "Windshapes", einer dreisätzigen orchestralen Landschaftsstudie, zeigt sich Rosing-Schow als legitimer Nachfahre der Impressionisten – nicht etwa als deren Imitator, denn seine Klangwelten haben keine unmittelbaren Vorbilder. Die Inspiration durch Natur und Elemente resultiert in einer kreatürlich freien Musik jenseits ideologischer Begrenzungen, zu der jeder Zugang finden dürfte, der das Zuhören noch nicht verlernt hat.

Thomas Schulz, 05.07.2001



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