Responsive image
Alfred Schnittke

Streichquartette Nr. 1 bis 4 u.a.

Kronos Quartet

Nonesuch/Eastwest 7559-79500-2
(107 Min., 1994 - 1996) 2 CDs

Im August verstarb, dreiundsechzigjährig, Alfred Schnittke. Er war einer der am meisten aufgeführten zeitgenössischen Komponisten. Schnittkes Tonsprache macht es dem Hörer in ihrer unverstellten, oft schmerzhaften Emotionalität sicher nicht leicht, überzeugt jedoch durch ihre kompromisslose Ehrlichkeit. Die vier Streichquartette liegen jetzt in einer ebenbürtigen Interpretation durch das Kronos Quartet vor und zeichnen Schnittkes Weg vom Serialismus (Nr. 1) über Vertiefung in altrussische Musik (Nr. 2) und den in zahlreiche Zitate gekleideten Polystilismus (Nr. 3) hin zu einem zurückgenommenen, sehr expressiven Spätstil (Nr. 4). Als Einstieg in Schnittkes Klangwelt eignen sie sich ausgezeichnet.

Thomas Schulz, 31.05.1998



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Es generierte durchaus Schlagzeilen, als der Musikwissenschaftler Timo Juoko Herrmann vor gut vier Jahren eine bisher unentdeckte, womöglich gemeinschaftlich entstandene Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri und einem gewissen Cornetti im Prager Nationalmuseum wiederentdeckte – es handelte sich um die Kantate zur Genesung der Sängerin Nancy Storace „Per la ricuperata salute di Ofelia“ KV 477a auf ein Libretto von Lorenzo da Ponte. Dass sie ausgerechnet Timo Juoko […] mehr »


Top