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Alban Berg, Arnold Schönberg, Anton Webern

Klavierwerke

Peter Hill

Naxos 8.553870 
(78 Min., 11/1996) 1 CD

Die musikhistorische Bedeutung der Wiener Schule steht in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Lebendigkeit im Bewusstsein des Publikums - -und das fast neunzig Jahre nach ihrem Aufbruch. Naxos hat sich für seine Exkursion in die sperrigen Klanglandschaften von Berg, Schönberg, Webern einen Ausnahmekönner auf diesem Gebiet gesucht, der dem anderen pianistischen Aushängeschild der Niedrigpreiskünstler, Bernd Glemser, durchaus das Wasser reichen kann: Peter Hill. Schon gleich zu Beginn, mit der so gerade eben noch traditioneller Harmonik verpflichteten Sonate op. 1 von Alban Berg, spielt er seine Tugenden aus: Hill ist ein Pianist des Mittelweges, aber nicht des Mittelmaßes, bietet statt überbordender Expressivität klare Gliederung, aber dennoch kräftig ausgesungene melodische Linien.
Auch Schönbergs Klavierwerk klingt unter Hills Händen befreit, selbstverständlich, überhaupt nicht verkniffen, eine Lässigkeit, die auch der Lakonie von Anton Weberns Variationen op. 27 vollkommen angemessen scheint. Dieser Pianist ist ein Naxos-Glücksgriff.

Stefan Heßbrüggen, 30.04.1999



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