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York Höller

Signals (Fanal, Tagträume, Pensées)

John Wallace, Pi-Hsien Chen, London Sinfonietta, WDR Sinfonieorchester Köln, Ravinia-Trio, Hans Zender

Largo/Fono 5140
(63 Min., 6/1993, 5/1997 - 6/1997) 1 CD

Bis jetzt wurde das Schaffen des deutschen Komponisten York Höller viel zu wenig beachtet. Höller ist Boulez-Schüler, und eine Nähe zum französischen Klangideal ist in seinen sehr nuanciert ausgehörten Kompositionen allenthalben spürbar. Bereits der Anfang des Trompetenkonzerts “Fanal” wirkt wie eine Verbeugung an den Strawinsky der Pariser Phase. Zudem gehört Höller zu den nicht allzu zahlreichen Komponisten, denen eine organische Kombination von orchestralen und elektronischen Klängen gelingt: Sein Klavierkonzert “Pensées”, ein sehr ausdruckstarkes Werk mit Requiem-Charakter, benutzt ein MIDI-Piano als Soloinstrument, mit dem angeschlagene Klaviertöne elektronisch verfremdet werden - die Klangwirkung ist enorm suggestiv.

Thomas Schulz, 31.05.1998



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