Responsive image
Anton Bruckner

Sinfonie Nr. 4

Berliner Philharmoniker, Günter Wand

RCA/BMG 09026 68839
(68 Min., 1/1998, 2/1998) 1 CD

Bruckner zum ersten, zum zweiten und zum - dritten! Nicht ohne Berechtigung stellt sich die Frage, warum Günter Wand, der die Brucknerschen Sinfonien bereits zweimal - einmal in Köln, einmal in Hamburg - eingespielt hat, dies nun auch noch ein drittes Mal tun muss. Zwar gebührt ihm für seinen Wunsch, eine letztgültige und nochmals vertiefte Interpretation vorzulegen, hoher Respekt, doch zeugten bereits seine früheren Bruckner-Einspielungen von seiner Autorität auf diesem Gebiet.
Schon in den ersten Takten der Aufnahme wird allerdings deutlich, dass dieses Unterfangen keinesfalls ein überflüssiges ist: Die Berliner Philharmoniker sind eben doch ein anderes Kaliber als die gewiss achtbaren Orchester des WDR und selbst des NDR. Das einleitende Pianissimo-Streichertremolo ist von innerer Wärme erfüllt, lebt förmlich, und die Schönheit des Bläserklangs (vor allem der Hörner!) sucht ihresgleichen.
Meine anfängliche Reserviertheit gegenüber dieser Veröffentlichung weicht also großer Bewunderung, und ich hoffe nun, dass Wand uns auch noch Bruckners Neunte aus Berlin präsentieren wird.

Thomas Schulz, 31.05.1998



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Barockmusik für die Gegenwart aktualisieren? Ein kniffliges Unterfangen. Doch wenn sich einer bzw. eine mit heiklen Crossover-Begegnungen auskennt, dann die Klassik-Band „Spark“, die schon mit ihrem letzten Alt-trifft-auf-Neu-Album „On the Danceflor“ einiges gewagt und sicher auch den ein oder anderen Klassikfreund verschreckt hatte. Nun hat sich Spark also die Barockmusik für einen frischen Anstrich vorgenommen – und möchte mit dem Album „Be Baroque!“ Stimmungen verstärken […] mehr »


Top