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Wilhelm Killmayer

Poèmes symphoniques, Fin al punto

Münchener Kammerorchester, Hans Stadlmair, Symphonieorchester des BR, Hiroshi Wakasugi

Wergo/SMD WER 6606-2
(58 Min.) 1 CD

Der Münchner Wilhelm Killmayer stellte eine Leitfigur für diejenigen Komponisten dar, die ihr künstlerisches Heil abseits des eingangs erwähnten Materialfetischismus suchten. Killmayers vier „Poèmes symphoniques“ – „Jugendzeit“, „Verschüttete Zeichen“, „Überstehen und Hoffen“ und „Im Freien“ – sind gelegentlich von einer frappierenden Einfachheit, die indes nicht naiv, sondern fremd und zerbrechlich klingt. Stets klingt Vergangenes mit – sei es als Sequenz traumartiger Erinnerungen wie in „Jugendzeit“ oder in Form fragmentierter Klänge und Gesten wie in „Verschüttete Zeichen“. Aus scheinbar Vertrautem entsteht Bedrohliches. Hätte Kaspar Hauser Musik geschrieben, sie klänge wohl ähnlich.

Thomas Schulz, 31.01.1997



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