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Peter Iljitsch Tschaikowski, Sergei Rachmaninow u.a.

Legendary RCA Recordings - Klavierkonzerte u.a.

Vladimir Horowitz

BMG 82876 56052-2
(138 Min., 1941 - 1982) 2 CDs

Tschaikowskis 1. Klavierkonzert in der Aufnahme mit Vladimir Horowitz und seinem Schwiegervater Arturo Toscanini am Pult des NBC Symphony Orchestra ist Jahre, wenn nicht jahrzehntelang ein Bestseller gewesen. Angeblich in jedem musikalisch interessierten Haushalt der USA zu finden, zeugt diese Einspielung, die nachfolgende Interpreten wie Zuhörer geprägt hat, auch heute noch von einer großartigen Zusammenarbeit zweier genialer Interpreten voll Suggestionskraft. Etwas enttäuschend an dieser Wiederveröffentlichung ist die Qualität der Restaurierung: Hier hat nicht etwa die Muttergesellschaft RCA Victor (heute Teil der Bertelsmann Music Group und demnächst als Sony-BMG firmierend), sondern die vorbildlich editierte Ausgabe der Reihe Naxos Historical die Nase vorn, besonders bei der Entfernung von Knistern und Knacken, die in der vorliegenden Ausgabe dagegen deutlich hörbar bleiben.
Was Geschichte und Geschichten um Rachmaninows 3. Klavierkonzert und Horowitz angeht, so gibt es wohl kaum eine engere Verbindung zwischen Werk und Interpret, auch wenn der Pianist das Werk in späten Jahren nur noch selten gespielt hat. Die Live-Aufnahme von 1978 mit dem New York Philharmonic unter Eugene Ormandy ist trotz gewisser technischer Unzulänglichkeiten ein Referenz-Stück voll rasender Überschwänglichkeit geworden, weniger die hier veröffentlichte Version von 1951 mit dem RCA Victor Symphony Orchestra. Hier gingen Horowitz und der Dirigent Fritz Reiner ungleich straffer, im Vergleich zur späteren Aufnahme stellenweise geradezu militärisch diszipliniert an das Werk. Trotzdem kann diese Aufnahme gerade durch ihre Präzision, die Balance zwischen Solist und Orchester sowie ihre Klarheit bestechen und umgeht dabei keineswegs das Lyrische.
Die zweite CD dieses Doppelalbums enthält eine Reihe von Encores und Bravourstücken, die vorwiegend in den Victor-Studios in Camden, New Jersey, aufgenommen wurden. Dem Horowitz-Fan dürfte das meiste bekannt sein - die Carmen-Fantasie, etwas Chopin, Skrjabin, Clementi, Scarlatti u. a. - dem Horowitz Neuling wird das Programm etwas zusammengewürfelt erscheinen - was bedauerlich ist, denn es sind ohne Zweifel für sich genommen die edelsten Musik-Momente darunter.

Matthias Reisner, 31.01.2004



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