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John Coltrane, Monti Ellison, Kimati Dinizulu u.a.

An Evening With The Alvin Ailey American Dance Theatre, Film von Thomas Grimm

Alvin Ailey Dance Company

Arthaus/Naxos 100452
(98 Min., 1986)

"Das Wichtigste auf der Welt bist Du!" das hat der schwarze Choreograph Alvin Ailey seinen Tänzerinnen und Tänzern vermittelt. Er mochte keine "Schablonen-Tänzer" sondern Künstler, die ihrer Rolle Persönlichkeit gaben.
Alvin Ailey starb mit 58 Jahren 1989. Das eben veröffentlichte Portrait entstand 1986. Interviews mit Ailey geben dem Film und den hier gezeigten vier Balletten den Rahmen, in dem man ihre Ausdrucksvokabeln besser versteht. Die Wirkung ist unmittelbar. Getanzt werden Geschichten aus dem Leben der Schwarzen, die die Tänzer auf der Basis von Gospel- und Spiritualmusik, John Coltrane, Bigbandsound der Gruppe "Earth, Wind and Fire" oder Monti Ellison und Kimati Dinizulu erzählen. Die Elemente hat Ailey aus dem Modern Dance, dem Jazz und dem klassischen Ballett entnommen, vor allem aber auch aus afrikanischen Ritualtänzen.
Ailey wollte die Tradition seiner schwarzen Vorfahren fortsetzen. "Ich wollte eine Kompanie", erklärt er, "die meine Familie verstehen konnte und meine Freunde in Texas, meine Onkel und Tanten auf den Farmen und die Menschen in den Ghettos der Vereinigten Staaten."
Als ein Beitrag zur amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre verstand Ailey das hier neu einstudierte Ballett "Revelations", das für ihn den künstlerischen Durchbruch bedeutete. Aileys Aktivitäten können in diesen knapp 100 Minuten nicht wiedergegeben werden, aber das Ziel seiner Arbeit ist in jeder Sekunde präsent: "Tanz kam aus dem Volk und ihm muss er zurückgegeben werden."

Margarete Zander, 01.05.2004



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