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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



"Vorsicht, Kunst" könnte auf dem Cover stehen. Mutig, vielleicht auch leichtsinnig, auf jeden Fall ehrenvoll ist es von der Deutschen Grammophon, in einer Zeit, in der die großen Klassik-Labels meist auf Nummer Sicher gehen und mit ihren Gesangsstars die ewig gleichen Mozart-, Verdi- und Puccini-Programme abspulen oder seichte Crossover-Programme mit Massen-Appeal produzieren, ein so sperriges und bestimmt nicht anbiederndes Album wie dieses herauszubringen.
Die Zusammenstellung kleiner Lied-Zyklen, mit denen sich Magdalena Kožená, DGs tschechischer Star-Mezzo, hier auseinandersetzt, ist eigenwillig, ausgesprochen kontrastreich und - zumindest bei Ravels "Chansons madécasses" und Schostakowitschs "Satiren" - aufmerksamkeitsbedürftig. Kein Album, das man mal eben so nebenbei hört. Auch wenn Ottorino Respighis "Il tramonto", Erwin Schulhoffs farbenreiche "Stimmungsbilder" und Brittens "Charm of Lullabies" sich schneller, leichter ans Ohr schmiegen. Kožená trifft den richtigen Ton für jedes Lied, ungeschnörkelt, klar und schlicht. Mut zahlt sich aus.

Jochen Breiholz, 03.07.2004



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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