home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Responsive image
Anton Bruckner

Sinfonie Nr. 5, Sinfonie Nr. 4

NDR Sinfonieorchester, Günter Wand

RCA/BMG 74321 93041 2
(10/2001, 11/2001) 2 CDs, 2 CDs - eine mit Interview

"Vermessen", eigentlich gar "albern" sei es, wenn die Berliner Philharmoniker mit einem Mann seines Alters Pläne für 2002 und 2003 machen wollten, sagte Günter Wand in seinem letzten Interview vom November 2001, das ausschnittweise auf dieser CD wiedergegeben ist. Inzwischen wissen wir, dass sein Einwand mehr als berechtigt war, denn er hat tatsächlich keines der ab 2002 geplanten Konzerte mehr dirigieren können.
Im Gespräch mit seinem Biografen Wolfgang Seifert hören wir Wand hier noch einmal über sein Arbeitsethos und manches andere erzählen; sein skurriles Wuppertaler Idiom, das er nie abgelegt hat, steht dabei in unterhaltsamem Spannungsverhältnis zu jenen einfach und unprätentiös formulierten, aber nur mit eiserner Disziplin und niemals versiegender Inspiration durchzuhaltenden Maximen, die Wands Arbeitsalltag bis zuletzt geprägt haben.
Außerdem erlebt der Hörer an Hand der beiden letzten Aufnahmen Günter Wands, wozu dieser auch im hohen Alter noch fähig war: Makellos brachte er mit dem NDR-Sinfonieorchester Ende Oktober 2001 Schuberts Fünfte und Bruckners Vierte zu Gehör. Mit faszinierender Selbstverständlichkeit entfalten sich die Werke aus ihren motivischen Keimzellen, ergibt sich ein Baustein aus dem anderen. Auch diese letzten Tondokumente lassen nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen, dass mit Günter Wands Tod am 14. Februar 2002 eine ganz unverwechselbare, höchst eigenständige Art des Musizierens vergangen ist.

, 11.04.2002



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top