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Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel, Giuseppe Verdi u.a.

Arte Nova Voices: Noëmi Nadelmann

Noëmi Nadelmann, Orchester der Tiroler Festspiele, Gustav Kuhn

Arte Nova 74321 71438 2
(69 Min., 7/1999) 1 CD

Neue Agentur – neues (Platten-)leben. Auch wenn Noëmi Nadelmann erst im dreizehnten ihrer Profijahre das erste Opernrezital aufnimmt, so ist die gebürtige Zürcherin dem Bühnenpublikum doch bereits seit 1994 als viel gepriesene Traviata bekannt. Nun versteht man auch per CD, warum. Ihre zarte, fast zerbrechliche, vibratoreiche und damit auch verführerische Tongebung scheint Verdis Charakteristik jener aufrichtig liebenden, aber bereits der tödlichen Schwindsucht geweihten Kameliendame wie auf den Sängerleib geschnitten.
Überhaupt entpuppt sich die unglücklich Liebende hier als Paraderolle, hört man, wie einfühlsam Noëmi Nadelmann mit Mozarts Donna Anna, Pamina und Zaïde, aber auch mit Puccinis Bohème umgeht. Dass sie in Berlin auch und gerade mit der exzessiven Lucia di Lammermoor Aufsehen erregte, möchte man angesichts des relativ geringen Volumens vor allem ihrer Mittellage kaum glauben. Dafür brilliert sie mit Spitzentönen jenseits des hohen C und detailgenau gearbeiteten Koloraturketten. Gustav Kuhns Orchesterarbeit spiegelt in ihrem kammermusikalischen Feinschliff, aber auch im Mangel an dramatischer Vehemenz die Leistung der Sopranistin.

Christoph Braun, 31.01.2000



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