home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Jean Sibelius

Finlandia op. 26

NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini

RCA/BMG 74321 59484 2
(8/1952) 2 CDs, Komponiert: 1899, Uraufführung: 1899 in Helsinki; ADD



Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

Jean Sibelius

Finlandia op. 26

Hallé Orchestra, John Barbirolli

EMI 7 69205 2
(1996) - nur als Import, ADD - Komponiert: 1899, Uraufführung: 1899 in Helsinki



Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

"Kampflied und Siegeshymne" nannte Jean Sibelius seine Tondichtung "Finlandia", das Werk, das seinen Namen über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt machte und bis heute seine wohl populärste Komposition ist. Anlass zur Entstehung von "Finlandia" bildete eines jener "Feste für den Pensionsfonds der Journalisten", wie sie zu Ende des 19. Jahrhunderts in Finnland stattfanden. Es handelte sich um Veranstaltungen, die, ungeachtet ihres eher harmlosen Mottos, im Zuge der finnischen Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber Russland durchgeführt worden. Die Bürgerrechte der Finnen, nicht zuletzt die Pressefreiheit, wurden zu dieser Zeit von der russischen Obrigkeit stark eingeschränkt.
Auf einer jener Feiern wurden im schwedischen Theater zu Helsinki sechs "lebende Bilder aus der finnischen Vergangenheit und Mythologie" aufgeführt, zu denen Sibelius die Musik beigesteuert hatte. Das Schlussstück, damals noch unter dem Titel "Finnland erwacht", bildete den krönenden und umjubelten Abschluss, und der Komponist bearbeitete es daraufhin als separates Werk. "Finlandia" etablierte sich sofort als Dokument des finnischen Nationalbewusstseins, gar als inoffizielle Nationalhymne, und einige Jahre lang verboten die russischen Behörden Aufführungen des Werks in Finnland.
Die dynamische Schwung und der sinnfällige Aufbau der Tondichtung sorgten für ihre rasche Verbreitung und Popularität auch außerhalb Finnlands. Anders als in den späteren Sinfonien befindet sich Sibelius in diesem Werk noch voll und ganz auf dem Boden der Nationalromantik, wenngleich sich direkte Einflüsse nicht aufzeigen lassen.
Einspielungen der "Finlandia" gibt es viele, doch nur wenige, die musikantischen Überschwang und formale Stringenz so unmittelbar überzeugend zu verknüpfen wissen wie die von Arturo Toscanini. Er bürdet sich keine emotionale Zurückhaltung auf, bekennt sich unmittelbar zur Dramatik, auch zur Feierlichkeit der "Finlandia" und vermeidet gerade durch diese rückhaltlose emotionale Identifikation mit dem Werk jegliches Abgleiten in hohles Pathos. Der Mono-Klang der Aufnahme von 1952 vermag den Genuss nicht zu trüben.
Nicht weniger mitreißend, doch etwas weicher und runder zeigt sich die Einspielung von John Barbirolli, dem begnadeten Sibelius-Interpreten, dem die Musik dieses Komponisten stets eine Herzensangelegenheit war.

Thomas Schulz




Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top