The World Of Duke Ellington, Vol. 1

WDR Big Band

bhm/ZYX-Music 1022-2
(50 Min., 1994) 1 CD

 

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

The World Of Duke Ellington, Vol. 2

WDR Big Band

bhm/ZYX-Music 1023-2
(60 Min., 1994) 1 CD

 

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

The World Of Duke Ellington, Vol. 3

WDR Big Band

bhm/ZYX-Music 1024-2
(65 Min., 1994) 1 CD

 

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

Mit drei Konzerten erinnerte die WDR Bigband während der Trienale 1994 an das Schaffen des 20 Jahre zuvor gestorbenen Duke Ellington. Dabei spielten die Kölner Original-Arrangements und Bear-beitungen. Für Volume 1 arrangierte vor allem Jerry van Rooyen, für Volume 2 John Clayton und Vo-lume 3 Bill Dobbins; diese drei dirigierten auch jeweils das Orchester. Die Aufgabe war nicht einfach, denn Ellingtons Originale sind oft so vollkommen wie Werke der Klassik – und wer würde es wagen, einen Beethoven, Wagner oder Mahler neu zu arrangieren? Die drei Dirigenten trugen dem Rechnung und legten auch Originalarrangements auf die Pulte. Jerry van Rooyen konzentrierte sich auf Titel aus den Jahren vor 1940. Bei ihm trifft die Band bei Originalarrangements von "Rockin‘ in Rhythm", "I Like the Sunshine", "The Blues" und der Einleitung von Bora Rokovics Version der "Black and Tan Fantasy" Ellingtons Klangfarben recht gut. Andere Stücke sind eher beim swingenden modernen Bigbandsound angesiedelt. Ray Brown, Bassist der Session mit John Clayton, gibt in der Bearbeitung des einst vor Mikrofonen zwischen Ellington und Count Basie ausgetragenem "Battle Royal" modern swingenden Mainstream vor, dem die Band vor allem in fünf Titeln mit der Sängerin Dianne Reeves treu bleibt. Andererseits nähern sich Brown und die Band in "Jack the Bear" und anderen Klassikern dem origina-len Klangbild. Bill Dobbins hat zwei große Passagen aus der "Far East Suite" und der Shakespeare-Suite "Such Sweet Thunder" im Programm. Beide haben im Vergleich zu Ellingtons Originalen an Kan-ten, rhythmischer Finesse und solistischer Kraft verloren, obwohl in ihnen noch beachtliche Elemente der Vorbilder zu spüren sind. Aber ergeht es den großen Werken der Klassik nicht ebenso? Sie wer-den zwar notengetreu gespielt, jedoch von jedem Dirigenten anders interpretiert. Der große Unter-schied: originale Partituren von Ellington sind rar. Dafür gibt es – im Unterschied zu Beethoven oder Mozart – nachhörbare Interpretationen durch den Komponisten.

Werner Stiefele, 21.03.2008




Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Alterslos: Der junge Violinist Théotime Langlois de Swarte hatte nach seinem Vorspiel für eine Stelle in William Christies berühmten „Les Arts Florissants“ mit Vorurteilen zu kämpfen. Kann ein Violinist, der ebenso brillant Schostakowitsch interpretiert wie barocke Sonaten, der Richtige sein für diese Elitevereinigung von Puristen? Er kann – denn wie Williams im Interview auch zugibt, war er schon beim ersten Spiel gefangen genommen von der spürbaren Leidenschaft de Swartes für die […] mehr »


Top