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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Georg Friedrich Händel

Duetti Amorosi

Nuria Rial, Lawrence Zazzo, Kammerorchester Basel, Laurence Cummings

DHM/Sony BMG 88697 21472-2
(64 Min., 8/2007) 1 CD

Ein neues Traumpaar der Oper? Dank der immens gewachsenen Popularität barocker Bühnenwerke ist eine solche zugkräftige Partnerschaft ja nicht mehr nur mit Verdi und Puccini denkbar, sondern vielleicht auch – mit Händel, wie beim vorliegenden Duett-Debüt von Nuria Rial und Lawrence Zazzo. Die junge Katalanin Rial hatte in jüngerer Zeit vor allem durch eine wundervolle Einspielung des "Stabat Mater" von Pergolesi gemeinsam mit Carlos Mena auf sich aufmerksam gemacht; ansonsten war sie bisher noch kaum auf dem CD-Markt in Erscheinung getreten; im Blick auf ihr wundervolles Timbre und ihr hohes interpretatorisches Engagement war der Durchbruch indes nur eine Frage der Zeit gewesen.
An der Seite des im Klassikbusiness schon etablierteren amerikanischen Countertenors Lawrence Zazzo macht Rial sich nun auf den Weg zum Olymp des Barockgesangs. Besser könnten sich zwei Stimmen kaum mischen: Zazzos Alt scheint geradezu eine tiefere, etwas dunklere Fortsetzung von Rials Sopran zu sein – wundervolle Effekte sind in Liebesduetten auf der Basis dieser "Voci parallele"-Konstellation möglich! Die Künstler haben tief in die schier unerschöpfliche Arien- und Duettkiste des Vielschreibers G. F. Händel gegriffen, um exakt Passendes für ihren himmlischen Pas de Deux zu finden: Weder "Poro" noch "Muzio Scevola" oder "Arminio" gehören zu den vielgespielten Opern des unternehmerisch tüchtigen Wahl-Engländers; aber auf eines kann man sich bei Händel immer verlassen: Schön und affektstark ist seine Musik auch noch in der abseitigsten Partitur. Das garantiert allein schon die hohe Zahl der Eigenparodien, die sein Gesamtwerk durchzieht – was sich einmal bewährt hat, wurde wiederverwendet. Und so schmachten und schmeicheln sich Nuria Rial und Lawrence Zazzo, beide superbe Könner ihres Fachs, durch ein höchst erhebendes Händelprogramm – ein Genuss der Spitzenklasse, ganz ohne Zweifel.

Michael Wersin, 21.03.2008



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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