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Dream Flight

Peter Erskine, Nguyên Lê, Michel Benita

ACT/Edel 0094672ACT
(57 Min., 10/2007) 1 CD

Als 2001 das erste Album von ELB erschien, waren die Einflüsse auf das Spiel des Gitarristen Nguyên Lê deutlich zu erkennen: Bill Frisell, John Scofield und Terje Rypdal. Inzwischen ist der Franzose gereift und das Trio um den Tenor- und Sopransaxofonisten Stéphane Guillaume erweitert worden. Beides bekommt der Musik. Das Blasinstrument ist ein exzellenter Kontrast zu Lês Gitarre; außerdem kann sich Lê zwischendurch auch auf die soundreiche Hintergrundarbeit zurückziehen und das Bandgeschehen durch ein Klangpanorama ergänzen. Wie bereits der Erstling des Trios ist auch "Dream Flight" offen und interaktiv angelegt. Sowohl Peter Erskine als auch Michel Benita gestalten die Grundrhythmen variantenreich aus und sorgen mit einer Fülle von Breaks für Spannung. Lê wiederum setzt die Möglichkeiten der Elektronik intensiv ein. Schrill und sanft, hallreich und messerscharf klingt das Instrument. Dabei bleibt stets Lês Nähe zu Rock und Fusion erhalten. Zwischendurch erinnert er sich auch daran, dass er sich in anderen Projekten auf die Erkundung asiatischer – insbesondere vietnamesischer Melodien – begeben hat und flicht kurze asiatisch anmutende Passagen ins ansonsten europäisch-amerikanische Profil. Diese exotischen Einblendungen verflüchtigen sich jedoch bei der Traumreise rasch wieder.

Werner Stiefele, 16.05.2008



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