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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 3, 12 Contretänze, Finale aus "Die Geschöpfe des Prometheus"

Sinfonieorchester Helsingborg, Andrew Manze

Harmonia Mundi HMU 807470
(70 Min., 8/2007) 1 CD

Niemand hat einmal gefundene Motive und Melodien exzessiver genutzt als Ludwig van Beethoven. Nicht nur, dass er der Meister der Variation war, auch in verschiedenen Werken hat er seine Erfindungen wieder verwertet. Das Finale der dritten Sinfonie und das Finale der "Geschöpfe des Prometheus" schöpfen deutlich aus derselben Quelle, deshalb hat Andrew Manze sie auf dieser CD kombiniert. Gleiches gilt für die zwölf Contretänze, die sich ebenfalls als Zugabe zur Sinfonie finden. Über diesen dramaturgischen Ansatz hat die Aufnahme allerdings nicht viel zu sagen. Das ist zwar alles schön und sinnfällig aufgebaut, die Einzelteile fügen sich zu einem harmonischen Ganzen, haben aber keine drängende Botschaft mitzuteilen. Schließlich schrieb Beethoven seine Dritte in überschwänglicher Begeisterung für Napoleon und revidierte seine Meinung erst später. Die ausgekratzte Widmung schmückt zwar das Beiheft, doch Manze macht mit dem kultiviert spielenden Helsingborg Symphony Orchestra die Exaltiertheiten der Partitur kaum einmal hörbar. Selbst die schroffen Klangberge des ersten Satzes bleiben nur nett, der Trauermarsch plätschert ziellos vor sich hin. Das Finale hat zwar einigen tänzerischen Schwung, aber weil die vorhergehenden Sätze keine Fallhöhe entwickelten, bleibt der rhythmische Furor recht belanglos. Der Barockspezialist Andrew Manze entwickelt keine eigene Klanggestik, sondern verlässt sich allzu sehr auf das gepflegte Spiel einer bewährten Partitur. Die Tonmeister haben dem Orchester zudem einen topfigen Klang verordnet, der die einzelnen Instrumente nur pauschal aus dem Klangbrei auftauchen lässt. So fallen die Schweden weit zurück hinter die historisierende Aufnahme Gardiners oder die "historisch informierte" von Simon Rattle mit den Wiener Philharmonikern.

Uwe Friedrich, 04.07.2008



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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