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The Door

Mathias Eick

ECM/Universal 1757979
(49 Min., 9/2007) 1 CD

"The Door" ist weit offen. Mathias Eick, 28 Jahre, Norweger, wie Nils Petter Molvaer Trompeter, zudem Gitarrist und Vibrafonist, betritt auf seinem internationalen Debütalbum als Bandleader Räume, die sparsam möbliert sind, wobei jedes Element in Farbe, Form und Größe optimal auf den Gesamtein-druck abgestimmt ist. Er spielt seine Trompete mit weichem Hall und klaren, weiträumigen Melodien. Gereift ist er nicht nur im reinen, swingenden Jazz, sondern in der Jazzrockformation "Jaga Jazzist", dem Trondheim Jazz Orchestra und anderen Ensembles. Von hier schritt er weiter zu einer eigenwilli-gen Art des Post-Nu-Jazz, in dem er mit der Popmusik verwandte Rhythmen sowie elektronische So-unds virtuos mit dem Klang akustischer Instrumente kombiniert. Seine Stücke leben vom beständigen Wechsel der Klangbilder und den Zwischenräumen zwischen einzelnen Tönen oder Melodielinien. Ähnlich wie beim Pianisten Ahmad Jamal oder den späteren Popwerken von Miles Davis entsteht ein Motiv oft aus dem Zusammenklang mehrerer Instrumente – sei es, indem sie gleichzeitig zu hören sind, sei es, indem die Melodie zur Fortsetzung weitergereicht wird. So wachsen die Nummern orga-nisch, schwellen auf und ab, verführen zum Mitfühlen und Vorausahnen, kurzum: zur emotionalen Teilnahme. Eick, der Pianist Jon Balke, der Bassist Audun Erlien, der Schlagzeuger Audun Kleive und der in drei Titeln hinzugezogene Steel-Gitarrist Stian Carstensen lassen Elektro- und Akustiksounds weit und stimmungsvoll schweben, sich sanft brechen und nie zur Ruhe kommen.

Werner Stiefele, 11.07.2008



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