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Diverse

"Die Lieder meines Vaters", ausgewählt von Florian Prey

Hermann Prey, Karl Engel, Friedrich Gulda, Wolfgang Sawallisch, Leonard Hokanson u.a.

DG/Universal 480 096-6
(156 Min., 1974-76) 2 CDs

Am 22. Juli 1998 verstarb mit erst 69 Jahren der Bariton Hermann Prey an Herzversagen. Zehn Jahre nach seinem Tod würdigt Florian Prey gemeinsam mit der Deutschen Grammophon das Lied-Engagement seines Vaters: Hermann Prey hatte Anfang der 70er Jahre eine große Zahl von deutschen Liedern eingespielt, mit denen er einen Gesamtüberblick vom Minnelied bis zum zeitgenössischen Kunstlied zu schaffen gedachte. Ergebnis dieses Strebens war damals eine 27 Schallplatten umfassende Edition. Nun also erscheint ein kleiner Auszug dieses gewaltigen Konvoluts auf zwei CDs: Florian Prey stand vor der schwierigen Aufgabe, aus den riesigen Beständen eine sinnvolle Auswahl zu treffen – und das ist ihm gut gelungen. Von Adam Kriegers Lied "Der Rhein’sche Wein" (musiziert mit einigen Instrumentalpionieren der historisierenden Aufführungspraxis) bis hin zu Schubert ("An die Musik", "Der Musensohn" etc.) reicht das Repertoire der ersten CD. Bei Mendelssohn Bartholdy setzt die zweite an und spannt einen Bogen zu Schönberg, Berg und Webern, um mit Friedrich Gulda zu enden. Besonders das Wiederhören dreier Lieder des fantastischen Richard-Strauss-Rezitals (mit Wolfgang Sawallisch am Klavier – leider lang vergriffen) bereitet dem Prey-Fan große Freude. Am Ende kommen noch zwei Söhne großer Väter zu Wort: Florian Prey singt vier Lieder von Friedrich Gulda, begleitet von dessen Sohn Rico.

Michael Wersin, 23.08.2008



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