Responsive image
John Adams, Ferruccio Busoni, Franz Liszt

El Dorado, Berceuse élégiaque, La lugubre gondola II (bearb. Adams)

Hallé Orchestra, Kent Nagano, London Sinfonietta, John Adams

Nonesuch/Warner 7559-79359-2
(47 Min., 10/2007) 1 CD

Die Beziehung des Komponisten zum Material und zur musikalischen Vergangenheit gestaltete sich in Amerika stets freier und unbekümmerter als bei uns. Mit einer Mixtur aus Minimalismus, Romantizismus und chromblitzendem Orchesterklang hat es etwa John Adams zu großem Ansehen gebracht. Sein Orchesterwerk „El Dorado“ (1991) zeugt von seiner tonsetzerischen Virtuosität: Ein einleitendes riesenhaftes, katastrophisches Crescendo kontrastiert mit der friedvollen Ruhe eines modal geprägten zweiten Satzes, der eine Landschaft ohne Menschen charakterisieren soll. Das ist sehr suggestiv gemacht und verfehlt seine Wirkung nicht. Dennoch bleibt das Gefühl, dass sich unter der brillanten Oberfläche nicht allzu viel verbirgt, das die erste Begeisterung überdauern könnte.

Thomas Schulz, 01.12.1999



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Es gibt zwei Arten von Variationswerken. Die einen machen ganz banal ihrem Namen alle Ehre und variieren etwas, in der Regel eine Melodie. Die anderen gehen darüber hinaus. In die erste Kategorie fallen unter anderem auch Werke prominenter Jubiläumskomponisten, die man getrost in der Schublade lassen kann. In die zweite Kategorie fällt eher wenig. Als Igor Levit sich 2015 den großen pianistischen Variationswerken widmete, durften zwei natürlich nicht fehlen. Klar, Beethovens […] mehr »


Top