Responsive image

Tribute To Stéphane Grappelli

Rosenberg Trio, Tim Kliphuis

Foreign Media/AL!VE 2193691
(49 Min.) 1 CD

Der "Tribute to Stéphane Grappelli" ist dem Rosenberg Trio und dem Geiger Tim Kliphuis rundum gelungen. Nous’che Rosenberg und Nonnie Rosenberg bilden mit Gitarre und Kontrabass eine hervorragende Rhythmusgruppe für ihren Vetter, den Leadgitarristen Stochelo Rosenberg. Der wiederum reiht sich effektiv und unauffällig in die Rhythmusgruppe ein, wenn Kliphuis im Vordergrund steht. Die Besetzung legt es nahe: Sie orientieren sich an Django Reinhardt, ohne den Stil von dessen mit drei Gitarren, Bass und dem Geiger Stéphane Grappelli besetzten Quintette du Hot Club de France tatsächlich zu imitieren.
Runder wirken ihre Nummern, kantenärmer und glatter – aber dies ist kein Nachteil. Denn die vier swingen so gelassen und selbstverständlich, dass es ein Vergnügen ist, den flotten Läufen des Sologitarristen und den vergnügten Geigenmelodien bei Jazzklassikern wie "How High the Moon" und "I Got Rhythm" oder Stevie Wonders Hit "You Are the Sunshine of My Life" zuzuhören. Zudem haben sie die von Django Reinhardt komponierten Titel "Micro", "Nuages" und "Diminishing" sowie die von Reinhardt und Grappelli gemeinsam verfasste Nummer "R-Vingt-Six" und Grappellis "Eveline" aufgenommen – allesamt großartig swingende Hommagen an die Altmeister. Es ist zwar politisch nicht korrekt, das, was im Englischen "Gipsy Jazz" heißt, als "Zigeunerjazz" zu bezeichnen – aber eigentlich fehlt ein besserer Begriff für diese besondere Form der swingenden Musik. Sei’s drum: Dieser "Tribute to Stéphane Grappelli" ist exzellenter "Zigeunerjazz".

Werner Stiefele, 27.12.2008



Diese CD können Sie kaufen bei:


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Optimismus versprühen in der Krise, das hat sich die 24-jährige deutsch-griechische Pianistin Kiveli Dörken auf die Fahnen geschrieben – ob beim Molyvos International Music Festival auf der Insel Lesbos, das sie gemeinsam mit ihrer Schwester Danae gegründet hat, mit dem „Lockdown-Diaries“ betitelten Video-Blog oder ihrer jüngst erschienenen Debüt-CD. Auf der widmet sich die Pianistin ganz dem tschechischen Komponisten Josef Suk. Zunächst mit dessen Klavierquintett in g-Moll op. 8, […] mehr »


Top