Responsive image
Georg Friedrich Händel

Arien und Duette

Sandrine Piau, Sara Mingardo, Concerto Italiano, Rinaldo Alessandrini

naïve/Indigo 928182
(72 Min.) 1 CD

Und es händelt weiter … Und wieder ist es eine Einspielung mit Arien aus dem schier unerschöpflichen Vokalfundus des Sachsen. Doch diesmal darf man gleich doppelt die Ohren spitzen. Aus insgesamt zehn Opern, darunter "Poro", "Rinaldo" und "Tamerlano", haben Sopranistin Sandrine Piau und Mezzosopranistin Sara Mingardo nicht nur selten zu hörende Duette herausgepickt. Bei den beiden Sängerinnen sind selbst in den eingestreuten Soloarien aus "Flavio" oder "Ezo" innere und äußere Schönheit so abwechslungsreich wie deckungsgleich.
Natürlich geht es quer durchs Album um nichts Geringeres als um jene emotionale Achterbahn aus Liebesleid und Liebesfreud, auf der sich schon Händels Uraufführungsstars wie Senesino, Francesca Cuzzoni und Margherita Durastanti beweisen mussten. Die herzattackierende Sinnlichkeit und traumwandlerisch gestaltete Empfindsamkeit, mit der Piau und Mingardo aber jetzt geradezu verschwenderisch in die Händelwelten eintauchen, ist schon eine Klasse für sich. Und weil es bei den Vokalwerken nicht nur um den Effekt, sondern auch auf den Puls des Expressiven ankommt, hat Dirigent Rinaldo Alessandrini seine oftmals allzu übersprudelnden Musiker vom Concerto Italiano zum farbenreichen Mit-Atmen angehalten.

Guido Fischer, 17.07.2009



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.




CD zum Sonntag:

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Es gibt zwei Arten von Variationswerken. Die einen machen ganz banal ihrem Namen alle Ehre und variieren etwas, in der Regel eine Melodie. Die anderen gehen darüber hinaus. In die erste Kategorie fallen unter anderem auch Werke prominenter Jubiläumskomponisten, die man getrost in der Schublade lassen kann. In die zweite Kategorie fällt eher wenig. Als Igor Levit sich 2015 den großen pianistischen Variationswerken widmete, durften zwei natürlich nicht fehlen. Klar, Beethovens […] mehr »


Top