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N° 1259
25.06. - 01.07.2022

nächste Aktualisierung
am 02.07.2022



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Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 39 Es-Dur, Sinfonie Nr. 40 g-Moll

René Jacobs, Freiburger Barockorchester

harmonia mundi HMC 901959
(65 Min., 11/2008)

So kennt man dieses Werk noch nicht, auch wenn es zu Mozarts allbekannter Trias seiner letzten Sinfonien, der Krönung seines Instrumentalschaffens, zählt. Diese Paukenkanonade, dieses Bläserschmettern der Adagio-Einleitung und der nachfolgende Allegro-Sturm: Da ahnt man gleich, woher der Interpretenwind weht. In ihrer mitreißenden Theatralik lassen René Jacobs und das FBO rein gar keinen Platz mehr für jene "spätherbstliche Reife", die der letztes Jahr verstorbene, große amerikanische Kenner der Materie, H. C. Robbins Landon, hier auszumachen glaubte, und die ehemalige Mozart-Granden à la Walter, Böhm und Karajan zu ihrer gediegenen, heute mehr oder minder langweilenden "Klassiker"-Auslese motivierte. So unerbittlich wird hier alle Beschaulichkeit beiseite gefegt, dass man eher an Hermann Kretzschmar denkt, der vor 100 Jahren in Mozarts Es-Dur-Sinfonie dessen "Eroica" sah. Besonders viel Staub trägt Jacobs im Menuett ab – als wolle er den festlich gestimmten Adelsköpfen die Perücken förmlich um die Ohren hauen. Das schwerelose Perpetuum-mobile-Finale schließlich sprüht nur so von Witz und Raffinesse – mit einem überraschend im piano endenden Schluss! Weniger spektakulär kommt Mozarts berühmtester Gattungsbeitrag in g-Moll daher, hier dargeboten in der zweiten Fassung mit Klarinetten. Jacobs Ecksätze mutieren zwar nicht derart kompromisslos zu Furien-Dramen eines Marc Minkowski (um einen vergleichbar "neutönenden" Kollegen der Alte-Musik-Szene zu nennen). Doch die spannungsgeladene Feinarbeit, die die Freiburger Elitetruppe in wunderbar pulsierenden Phrasierungen, subtilster Stimmbalance und provozierend gesetzten Pausen erkennen lässt, vermitteln auch in diesem allzu oft gespielten Meisterwerk aufregend neue Erkenntnisse. In der Tat: Die neue, Maßstäbe setzende Glanztat des profiliertesten Mozartgespanns unserer Tage – Jacobs/FBO – ist perfekt.

Christoph Braun, 12.06.2010



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Eva Jagun stammt aus einer Kölner Musikerfamilie und lernte zunächst Geige, Flöte, Gitarre und Klavier. Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie in diversen Chören und Bands, später studierte sie in Hamburg Musik, seit einigen Jahren lebt sie in Berlin. Dort arbeitet sie als Sängerin wie auch als Geigerin im Studio und auf der Bühne mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, unter anderen mit Nina Hagen oder Dieter Hallervorden. Wichtige Impulse erhielt sie vom kanadischen Jazzbassisten […] mehr


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