home

N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Responsive image

Tafelrunde

Robert Giegling Quintett

Neuklang/Sunnymoon NCD 4048
(49 Min., 12/2009)

Sie sind jung. Und sie huldigen dem akustischen Jazz so kompromisslos, als wollten sie sich bei Art Balkens Jazz Messengers bewerben. Der schätzte, wenn sich die Youngsters in seiner Bandakademie eigenständig profilierten und dabei der kraftvoll swingenden Grundstruktur treu blieben – Kopien waren weder seine Sache noch die von Robert Giegling. Der Trompeter legt seine Improvisationen elegant an, hält die Themen präsent, enteilt ihnen aber auch manchmal zu Gunsten abstrakterer Linienführungen, wobei er einen leicht angerauten Ton pflegt. Ein Bruder im Geiste ist ihm der Tenorsaxofonist Markus Ehrlich, während Christoph Heckeler, Joel Locher und Marcel Gustke an Piano, Bass und Schlagzeug eine grundsolide swingende Rhythmusgruppe bilden. Acht Stücke hat Giegling für dieses Quintett komponiert, darunter melancholische wie die Ballade "Lisa" und "American Ballad" oder temporeiche wie "The 5" und "New York on a Friday". In ihren Soli nehmen sich die fünf viel Zeit für die Ausgestaltung des Materials – manchmal auch zu viel, um bis ins letzte packend zu bleiben. Entwicklungen, die live attraktiv sind, hätten für die klangtechnisch differenzierte Studioproduktion stärker komprimiert werden sollen.

Werner Stiefele, 02.10.2010



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Eigentlich plante Gustav Holst eine Pianistenkarriere, eine Nervenentzündung im rechten Arm zwang ihn jedoch dazu, sich umzuorientieren. So wandte er sich der Komposition zu und begann ein Kontrapunktstudium in Oxford. Sein Kollege Ralph Vaughan Williams hatte bereits zwei Jahre in London studiert und war anschließend nach Cambridge gegangen. 1895 trafen sich schließlich beide am Londoner Royal College of Music, daraus entstand eine der dauerhaftesten Freundschaften in der britischen […] mehr


Abo

Top