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N° 1272
24. - 30.09.2022

nächste Aktualisierung
am 01.10.2022



Wie so viele musikalische Projekte, so ist auch die Einspielung dieser Oper dem ausgeprägten Stolz der Katalanen für ihre musikalische Tradition zu verdanken. Die Ausgrabung, in der es um eine Palastrevolte im antiken Ägypten geht, ist aber nicht nur von lokalem Interesse, denn der in Barcelona geborene Komponist Domènec Terradellas (1711 - 1751) machte vor allem als führender Komponist der italienischen Oper von sich reden – einer Gattung die das europäische Musikleben im 18. Jahrhundert dominierte. Die Faszination zu vermitteln, die einst von Terradellas` Musik ausging, ist allerdings eine schwierige Aufgabe. Das liegt zum einen daran, dass Terradellas auf den ersten Blick keinen sehr ausgesprochenen Personalstil besitzt, sondern sich vor allem in Details – etwa der behutsam angereicherten Instrumentation – von damals gängigen Vorbildern wie Hasse entfernt. Wie aus seinen Bemerkungen im Beiheft hervorgeht, hat der Dirigent Juan Bautista Otero die Subtilitäten von Terradellas` Stils sehr genau studiert, doch kann er dem Originalklangensemble seine Kenntnisse und Begeisterung immer nur in Momenten und selten über die Dauer einer ganzen Dacapo-Arie vermitteln. Eine stärkere Hilfe ist ihm der hochkarätig besetzte, theatralisch denkende Cast, unter dem die Sopranistin Sunhae Im in der Titelrolle und Kenneth Tarver als Bösewicht Amasi mit muskulös strahlendem Tenor leicht herausragen.

Carsten Niemann, 22.10.2011



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