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Gaetano Donizetti

Maria di Rohan

Krassimira Stoyanova, José Bros, Christopher Purves, Mark Elder, Orchestra of the Age of Enlightenment

Opera Rara/Note 1 ORC 44
(120 Min., 10-11/2009) 2 CDs

Das verdienstvolle englische Label Opera Rara ist bekannt für seine Ersteinspielungen von Belcanto-Opern. Von Donizettis "Maria di Rohan" gibt es zwar schon eine Studioaufnahme und einige Live-Mitschnitte, trotzdem handelt es sich auch hier um eine Premiere – die der Wiener Uraufführung vom Juni 1843, um genau zu sein, denn alle bisher verfügbaren Produktionen dokumentieren die fünf Monate später in Paris zu hörende Version der Oper. Lobenswerterweise sind die zusätzlichen Musiknummern für Paris (u.a. wurde eine Tenor-Nebenrolle mit zwei Solonummern bedacht und zum Mezzosopran erhöht) als Zugabe auf der zweiten CD zu finden.
Von musikalischer Seite ist diese neue Produktion höchst erfreulich. Das fängt schon mit der Ouvertüre an, die das Orchestra of the Age of Enlightenment unter Mark Elder spielt, als würde dieses Repertoire zu seinem ureigensten zählen. Das hat rhythmische Prägnanz und Schmiss, gleichzeitig wird so ungewohnt sorgfältig musiziert, wie man das im Belcanto-Bereich leider viel zu selten erlebt. Krassimira Stoyanova in der Titelrolle hält ihren apart timbrierten Sopran stets weich und locker, die Stimme verhärtet sich auch in dramatischen Passagen nicht, bleibt selbst in der Höhe geschmeidig. José Bros (Chalais) ist zwar nicht der farbenreichste oder raffinierteste Tenor, aber durch und durch sicher und geschmackvoll und bei Donizetti hörbar zu Hause. Für die Partie des Chevreuse bringt Christopher Purves einen im Klang an Bastianini erinnernden höhensicheren Bariton mit, eine mehr als respektable Leistung. Wie die ganze Aufnahme.

Michael Blümke, 26.11.2011



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