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Vogelperspektive Vol. 1

Alfred Vogel u.a.

Boomslang Records/Amazon 09496
(47 Min., 11/2010 – 4/2011)

Der zeitgenössische Jazz ist um ein pulsierendes Zentrum reicher. Es handelt sich nicht um New York, nicht um Berlin, sondern um: Bezau. Dorthin, in die Vorarlberger 1900-Seelengemeinde, lud der Schlagzeuger Alfred Vogel über einen Zeitraum von mehreren Monaten eine Reihe von musikalischen Partnern ein, um mit ihnen auf den Instrumenten ins Gespräch zu kommen. Offen, direkt und komplett improvisiert.
Die Resultate sind so unterschiedlich wie die nach Bezau gelockten Instrumentalisten, mit denen sich Vogel zu separaten Sessions traf – darunter Medeski/Martin/Wood-Drummer Billy Martin, der finnische Gitarrenkauz Kalle Kalima, die österreichischen Nachwuchshoffnungen David Helbock (Keyboard) und Simon Frick (Geige), der deutsche Multiinstrumentalist John Schröder (hier an Rhodes und Schlagzeug) oder der Schweizer E-Bassist Wolfgang Zwiauer.
Man hört viel Knarzen, Klingeln und Brummen, aber auch zuweilen fernöstliche Perkussions-Drones, Spaghetti-Western-Soundtracks und „Bitches Brew“-artiges. Es wird deutlich: Vogels Perspektive eröffnet der improvisierten Musik neue Klangräume. „Think local, play global“ könnte man diese Philosophie nennen. Und die Kompilation „Vogelperspektive Vol. 1“ ist erst der Anfang. Im Laufe des Jahres sollen vier weitere CDs mit Vogels fordernder freier Dialog-Musik erscheinen.

Josef Engels, 21.01.2012



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