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Hubert Parry u.a.

Songs Of Farewell

Tenebrae, Nigel Short

Signum classics/Note 1 SIGCD 267
(75 Min., 11/2011)

Das endgültige Abschiednehmen im Angesicht des Todes steht im Zentrum dieser erlesenen Sammlung englischer A-Cappella-Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Perspektive wechselt: Mal sind es Hinterbliebene, die trauern, sich erinnern, zu begreifen versuchen. Mal ist es der Todgeweihte selbst, der über den rätselhaften Gang ins Ungewisse meditiert. Gemeinsam ist all diesen Chorstücken ihre hohe kompositorische Qualität: Seien es die fesselnd expressiven Akkordtürme von Herbert Howells in seinem durch das Kennedy-Attentat inspirierten Anthem, seien es die schlichten, klaren Harmonien von John Taveners griechisch-orthodox fundierten „Funeral Ikos“ im Gedenken an Linda McCartney, seien es Hubert Parrys elegische Wohlklang-Ergüsse in seinen „Songs Of Farewell“ – stets bewegt dieses machtvolle Miteinander aussagekräftiger Texte (u.a. von John Donne oder John Henry Newman) und tief empfundener vokalmusikalischer Gesten oder Prozesse den Hörer zutiefst. Verantwortlich für die absolut störungsfreie Vermittlung der musikalisch-textlichen Substanz an den Hörer ist das überragende interpretatorische Vermögen des großartigen Ensemble „Tenebrae“ unter Leitung des King’s-Singers-Mitgliedes Nigel Short. Die 21 professionell agierenden Sänger dieser Gruppierung ziehen so reibungsfrei an einem Strang, dass man nur staunen kann; englische Chorkultur at its best, ein Hochgenuss!

Michael Wersin, 10.03.2012



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