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N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



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Confirmation

Django Bates

Lost Marble/rough trade LM007
(57 Min., 11/2011)

Warum trifft Belovèd – so der Name des hervorragend aufeinander eingespielten Klaviertrios von Django Bates – bei den Vertrieben hierzulande auf keine größere Gegenliebe? Liegt es daran, dass der 52-jährige Engländer sich eigenwillig Trends verweigert? Immer schon war er bekennender Verehrer des Bebop-Heroen Charlie Parker, und in den bierernsten Zeiten des Free-Aufbruchs war er so etwas wie die Inkarnation des Schalks von Monty Python in der Szene. Schließlich wurde er 1997 mit dem dänischen Jazzpar-Preis ausgezeichnet, quasi dem Nobelpreis des Jazz. In letzter Zeit hat sich Bates’ Belovèd, mit Petter Eldh am Bass und Peter Bruun am Schlagzeug, besonders intensiv der Musik Charlie Parkers angenommen. Das in Deutschland nicht vertriebene Vorgänger-Album enthielt ein reines Parker-Programm.
Jetzt auf Confirmation sind ‒ neben sechs Bates-Kompositionen und einem Bacharch-Song mit Sänger Ashley Slater als Gast ‒ nur drei Parker-Titel vertreten. Doch das gesamte Material wird dem Bates-typischen, aus der Auseinandersetzung mit Parker geborenen Darstellungsprozess unterzogen: Sensible Dekonstruktion wird bei fast gleichzeitiger Rekonstruktion zu einer atemberaubenden Erfahrung ‒ und die Musik groovt, ob metrisch explizit oder im Puls angedeutet, mit mächtigem Impetus. Natürlich ist in dem ganz und gar jetztzeitigen Klavierspiel mehr Monk und Bud Powell als Bill Evans und neue Innerlichkeit. Schade nur, dass Bates’ eigene Abmischung den lebendig flirrenden Klang der Becken etwas erstickend einmufft.

Thomas Fitterling, 24.11.2012



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