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Ralph Vaughan Williams, Jonathan Dove, Peter Warlock

On Wenlock Edge & Ten Blake Songs, The End, The Curlew

Mark Padmore, Nicholas Daniel, Britten Sinfonia

harmonia mundi HMU 807566
(73 Min., 5/2012) SACD

Never change a winning team. So dachte vermutlich hm-Produzentin Robina Young, als sie Mark Padmore und die Britten Sinfonia nach deren exzellenter Britten-Finzi-CD für eine weitere gemeinsame Aufnahme ins Studio bat. Mit Liederzyklen von Ralph Vaughan Williams und Peter Warlock sowie einer Auftragskomposition von Jonathan Dove untermauert der 52-Jährige einmal mehr seine Vorrangstellung unter den britischen Lied-Tenören. Auch wenn Bostridge-Fans das nicht hören wollen: Padmore ist mindestens so expressiv wie sein drei Jahre jüngerer Kollege (ohne in dessen Manierismen zu verfallen), verfügt dabei aber über die deutlich attraktivere Stimme.
Diese Stimme zeichnet sich durch eine unglaubliche Klarheit und perfekte Linienführung aus, seine Interpretation durch emotionale Direktheit und Glaubwürdigkeit. Damit fächert Padmore eine breite Farbpalette zwischen Entrücktheit und Verzweiflung, Unschuld und Abgeklärtheit auf. Doch so begeisternd seine Versionen von Vaughan Williams' frühem Zyklus "On Wenlock Edge", den erst kurz vor dessen Tod entstandenen, nur von einer Oboe begleiteten "Ten Blake Songs" oder Warlocks "The Curlew" auch sind, den Höhepunkt dieser CD stellt "The End" von Jonathan Dove dar. Der 1959 geborene Komponist schrieb Padmore das neunminütige Werk perfekt auf die Stimmbänder und schuf damit die ergreifende Umsetzung eines beeindruckenden Gedichtes von Mark Strand. Das nächste Studio-Rendezvous dieses Siegerteams wird hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Michael Blümke, 23.11.2013



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