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La noche màs larga

Buika

Warner 2564645174
(56 Min.)

Sie ist schon eine der außergewöhnlichsten Erscheinungen im Grenzbereich zwischen Weltmusik, Jazz und Pop: María Concepción Balboa Buika, kurz Buika, stammt aus Äquatorialguinea, wuchs auf Mallorca auf und machte ihre ersten musikalischen Karriereerfahrungen als Tina-Turner-Imitation in den USA.
Das Ergebnis dieser schillernd wuchernden Biografie – zu deren Kapiteln auch die Zusammenarbeit mit Regie-Exzentriker Pedro Almodóvar beim Film „Die Haut, in der ich wohne“ gehört – kommt auf Buikas inzwischen sechstem Album zur vollen Blüte. Da wächst zusammen, was normalerweise nicht zusammengehört: Der südamerikanische Latinjazz mit seiner raffinierten Rhythmuskonzeption, die von Pianist Ivan ‚Melón‘ Lewis mit einer melancholischen afrokubanischen Son-Note angereichert wird, französische und argentinische Chansons, im Jazz verortete Schmerzenslieder wie „Don't Explain“ sowie – zuvorderst – der Flamenco-Gesang.
Letzterer ist Buikas heiseres Grund-Idiom, aber wie sie dieses mit tiefer Blues-Empfindung und einer schroff-stolzen Soul-Attitüde anreichert, das sucht seinesgleichen. Vor diesem Hintergrund ist es keine Anmaßung, sondern nur natürlich, dass sich Buika mit ihrer Repertoire-Auswahl in eine Reihe mit Billie Holiday, Abbey Lincoln („Throw It Away“), Mercedes Sosa („Yo vengo a ofrecer mi corazón“) oder Jacques Brel („Ne me quitte pas“) stellt. Dass sie dort hingehört – dieser Meinung scheint auch Pat Metheny zu sein, der Buika bei ihrer zwischen verschiedensten musikalischen Welten schwebenden Ballade „No lo sé“ auf der akustischen Gitarre begleitet und solistisch unterstützt.

Josef Engels, 25.01.2014



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