home

N° 1290
28.01. - 03.02.2023

nächste Aktualisierung
am 04.02.2023



Responsive image
César Franck, Edvard Grieg, Antonín Dvořák

Sonaten

Renaud Capuҫon, Khatia Buniatishvili

Erato/Warner Classics 2564625018
(66 Min., 4/2014)

Musik verbindet: Renaud Capuҫon verweist im wohlformulierten Grußwort zu dieser CD auf die „différences de charactère“ zwischen Khatia Buniatishvili und ihm selbst. Aber wenn man den 38-jährigen Franzosen gemeinsam mit der erst 27-jährigen Georgierin die Franck-Sonate zelebrieren hört, dann begeistert man sich schnell daran, wie rückhaltlos die beiden sich gegenseitig befeuern.
Vor allem im zweiten und vierten Satz rauscht Buniathishvili ungebremst und mit umwerfender Kraft besonders im Bassregister durch sämtliche gemein schweren Stellen – andere Pianisten hörte man dort schon bedeutungsschwanger stauen und abbremsen, aber für die beängstigend temperamentvolle junge Virtuosin gibt es kein Halten. Da muss der sonst dezentere Franzose einfach mit, und er lässt es an Feuer nicht mangeln!
Kaum ist der Franck zu Ende, setzt sich das interpretatorische Inferno unter dem Namen Grieg fort: Auch aus der dritten Violinsonate des Norwegers holt das Duo ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik, aber auch an Klangzauberei heraus. Faszinierend ist immer wieder die hochsensible Kommunikation von Geige und Klavier, aber ebenso auch der gemeinsame Wille, jeden der vielen musikalischen Höhepunkte zu einem Höchstmaß an exaltierter Expressivität zu führen. Charakterunterschiede? Iwo! Wenn die beiden demnächst das Aufgebot bestellen würden, wäre der Rezensent nicht verwundert. Aber zumindest auf weitere gemeinsame CD-Projekte hoffen wir doch.

Michael Wersin, 04.10.2014



Diese CD können Sie kaufen bei:

Als JPC- und Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen


Kommentare

Kommentar posten

Für diese Rezension gibt es noch keine Kommentare.


CD zum Sonntag

Ihre Wochenempfehlung der RONDO-Redaktion

Externer Inhalt - Spotify

An dieser Stelle finden Sie Inhalte eines Drittanbieters, die Sie mit einem Klick anzeigen lassen können.

Mit dem Laden des Audioplayers können personenbezogene Daten an den Dienst Spotify übermittelt werden. Mehr Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Auf Anregung seines Lehrers Carl Friedrich Zelter schrieb der blutjunge Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von 12 bis 14 Jahren zwölf Streichersinfonien im Zeitraum von 1821 bis 1823. Diese Werke bildeten sein Übungs- und Experimentierterrain für den musikalischen Satz, die Instrumentation und die sinfonische Form. Mendelssohn überschrieb die Stücke, die er mal mit drei und mal mit vier Sätzen gestaltete, wechselweise mit „Sinfonia“ oder „Sonata“. In ihnen fand die […] mehr


Abo

Top