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The Master

Candido

Chesky/in-akustik 030365
(51 Min., 12/2013)

Sein Vorname wurde zur Marke: Candido, das ist der Congavirtuose, der Alben mit Titeln wie „Thousand Finger Man“ oder „The Volcanic“ veröffentlichte und dem 2005 ein Dokumentarfilm „Hands Of Fire“ gewidmet wurde. Auch mit stolzen 92 Jahren brennt das alte Feuer in Cándido Camero de Guerra, so der vollständige Name des am 22. April 1921 in Havanna geborenen Perkussionisten. Der afrokubanischen Salsa, die er mit elf Partnern anrührt, ist das Alter des Chefs nicht anzumerken – wohl aber prägt die acht Titel jene Gelassenheit und Souveränität, die viele afrokubanische Musiker aus der Generation der späten Stars des Buena Vista Social Club auszeichnet.
Weich und elegant schwingt das polyrhythmische Geflecht, das Candido, der zweite Congaspieler Juan (Papo) Pepin sowie Joe Gonzalez und Willie Martinez an Bongos und Timbales, der Bassist Guillermo Edghill und der Gitarrist David Oquendo schaffen, und in das Trompete, Saxofone, Flöte und Posaune sowie der Sänger Julio Salgado und die Sängerin Xiomara Laugart ihre Beiträge weben. Die für das Label Chesky typische Kunstkopfaufnahme versetzt einen dabei in ein breites, räumlich gestaffeltes Panorama. Diese Musik entstammt den Bars und Nachtclubs, und wer die Augen schließt, kann sich tatsächlich in die Karibik träumen. Der Senior des afrokubanischen Jazz, der 2009 mit einem Latin Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, zeigt es noch einmal allen, zu welch beschwingter Eleganz er fähig ist.

Werner Stiefele, 10.01.2015



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